Prävention
Gesundheit der
Spieler*innen

Spieler*innen stehen an erster Stelle

Das «Player Welfare»-Programm | Prävention

Spieler*innen stehen an erster Stelle.

Das «Player Welfare»-Programm besteht aus einer Reihe von Ressourcen und Massnahmen, die Vereinen, Spielern*innen, Coaches, Erziehenden, Eltern und der gesamten Suisserugby-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Die verschiedenen Massnahmen und Unterstützungsleistungen stellen eine Reihe von Empfehlungen dar - sie gelten nicht als Regeln oder Verpflichtungen. Mit Hilfe seiner medizinischen Expertenkommission sowie den Untersuchungen und Empfehlungen von World Rugby hat der Schweizer Rugby Verband (FSR) ein umfangreiches Portfolio an Methoden und Empfehlungen entwickelt, die sich auf die Gesundheit der Spieler*innen konzentrieren.

Beim Thema PRÄVENTION stehen eine Reihe von Massnahmen im Vordergrund, die das Verletzungsrisko und die Gefährdung der Gesundheit von Spieler*innen auf ein Minimum reduzieren sollen.


Massnahmen

Prioritäten

Die Medizinische Kommission des Schweizer Rugbyverbands hat die Umsetzung folgender Massnahmen zur Priorität gemacht:  

Fit fürs Spiel

Die Medizinische Kommission ist der Meinung, dass es nicht in der Verantwortung der Clubs oder des Verbandes liegt, eine/n Spieler*in zu zertifizieren, die/der medizinisch fit erscheint. Vielmehr sind es die aktiven Spieler*innen (oder deren Eltern) selbst, die sicherstellen sollten, über die geforderten Gesundheitszustand und Spielfähigkeit zu verfügen.

  • Empfehlung für alle Spieler*innen (künftig oder aktuell): Im Falle vorangegangener oder aktueller Beschwerden oder Einschränkungen des Gesundheitszustandes wird das Gespräch mit einem Arzt empfohlen, um zu validieren, ob es weiterer medizinischer Konsultationen vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs bedarf. 
  • Spieler*innen haben das Recht, auf Spiele zu verzichten, wenn sie nicht spielfähig sind - die jeweiligen Heim-Clubs müssen diese Entscheidung respektieren.

Gleichwohl stellen der Schweizer Rugby Verband und World Rugby den Clubs und Spielern*innen eine Reihe von Instrumenten und Ressourcen zur Verfügung, welche die Spieler*innen bei der Gewährleistung  ihrer Spielfähigkeit sowohl aus gesundheitlicher Sicht als auch in Bezug auf Training, Fitnesslevel und sportlichen Fähigkeiten unterstützen können. Die Programme in den Bereichen Warm-up, Training, Kondition, Aktivieren, Tackling sowie medizinische Empfehlungen und Hilfsmittel gehören dazu.

World Rugby Fragebogen zur kardiologischen Abklärung

Der Fragebogen wurde entwickelt, um die Identifizierung von jungen Spielern*innen zu unterstützen, die aktiv am Rugbysport teilnehmen, bei denen jedoch ein gewisses Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand bestehen könnte. Es ist bekannt, dass dies nicht häufig vorkommt - zudem wird anerkannt, dass Herz-Screening-Programme weiterhin umstritten sind. Der World Rugby Fragenbogen zur kardiologischen Abklärung offeriert jedoch eine Methode, mit deren Hilfe versucht wird, unentdeckte kardiale Anomalien zu identifizieren.

  • Die «Lausanne Cardiac Screening Empfehlungen» für kardiologische Untersuchungen besagen, dass 40% der Fälle von plötzlichem Herzstillstand bei Sportler*innen unter 18 Jahren auftreten. Daher wird vorgeschlagen, für die Saison 2020/2021 eine kardiologische Untersuchung für U18-Spieler*innen zur Empfehlung zu machen.
  • Eltern/ Erziehungsberechtigte wären für das Ausfüllen des Fragebogens verantwortlich bzw. eine Verzichtserklärung für die Inanspruchnahme des Herzfragebogen wäre zu unterzeichnen (da Eltern & Erziehungsberechtigte rechtlich für die U18-Spieler*innen verantwortlich sind).
  • Es wird empfohlen, bis zur Volljährigkeit der Spieler*innen diesen Fragebogen alle zwei Jahre auszufüllen.
  • World Rugby empfiehlt ein kariologisches Screening für junge Spieler*innen und der Schweizer Rugby Verband ist der Meinung, dass diese Initiative ein richtiger, aktiver Schritt in der Präventionsstrategie zur Gewährleistung der Gesundheit junger Spieler*innen ist.


 

Zeitplan

Die verschiedenen Massnahmen werden schrittweise über mehrere Saisons hinweg eingeführt und bieten eine Reihe von Empfehlungen und Unterstützungsleistungen, die allen Spielenden, Coaches, Eltern oder Vereinen helfen sollen, die an der Verbesserung und Gewährleistung der Sicherheit und der Gesundheit ihrer Spieler*innen interessiert sind.

Zertifizierung von Stürmern*innen (1. Reihe)

Sicherheit im Gedränge

Entscheid

Es wird empfohlen, dass alle auf dem Spielbogen aufgeführten Spieler*innen der 1. Reihe (inklusive Ersatzspielern*innen) eine technische Zertifizierung (Nachweis der Fähigkeiten und korrekten Spielweise) vorweisen sollten. Diese Zertifizierung in Form eines Passes wird vom Nationalen Technischen Direktor (DTN) ausgestellt, nachdem der Spieler*innen sich spezifischen Tests durch die jeweiligen Trainer*innen unterzogen haben.

Kategorie

Für alle vom Schweizerischen Rugby Verband organisierten Spiele

  • NLA/NLB/NLC/NLD/Exc A
  • Schweizercup and Verbandscup
  • NLFA, NLFB
  • U16, U18

Pass-Validierung

  • Der Nationale Technische Direktor (DTN) gibt die Spieler*innen frei und berechtigt sie, in der 1. Reihe spielen zu dürfen, nachdem sie die Beurteilungen der Coaches erhalten haben.
  • Die Coaches mit einem Diplom "J&S Leiter 1" oder einer höheren Qualifikation können die Tests durchführen und ihre Beurteilungen an den DTN senden.

Verfahren

Es gilt die folgende Vorgehensweise:

  1. Qualifizierte Coaches beurteilen die Spieler*innen
  2. Qualifizierte Coaches senden die Datei mit den Ergebnissen an den DTN
  3. Der DTN genehmigt den Spielerpass für die 1. Reihe und autorisiert die Lizenzen

Dokumentation

Wie wird dokumentiert?

  • Auf der Lizenz wird vermerkt, dass Spieler*innen für die 1. Reihe zertifiziert sind.
  • Es wird empfohlen, dass nur Spieler*innen mit dieser Akkreditierung in einem angeordneten umkämpften Gedränge spielen sollten (Word Rugby Regeln, Regel U19, begrenzt umkämpftes Gedränge).

 

Medizinische Check-ups & Zertifikate

Um den allgemeinen Gesundheitszustand von jugendlichen und erwachsenen Spieler*innen sicherzustellen, ist ein durch eine Ärztin/einen Arzt durchgeführter Check-up meist sinnvoll. Zur Unterstützung dieses Prozedere hat der Schweizer Rugby Verband das von Swiss Olympic entwickelte «Medical Certificate» übernommen - es erleichtert die Durchführung dieser Check-ups.

Nützliche Links & Ressourcen

 

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